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- 2020 -


NEUER LINK: 2020 - DAS BESONDERE JAHR



NBZ

75 Jahre Deportation der Banater Schwaben
Gedenkveranstaltung in Karlsruhe am 18. Januar 2020
Ansprachen, Berichte, Fotos und Videos der Veranstaltung



Erinnerungen in das lebende Gedächtnis bringen

Der Vorstand der Heimatgemeinschaft Jahrmarkt ruft im Jahr des Gedenkens an 75 Jahre seit den Zwangsverschleppungen in die damalige Sowjetunion zu einem weiteren Gemeinschaftswerk auf. Die letzten Zeitzeugen, Kinder der Deportationszeit und alle Nachkommen werden aufgerufen, gemeinsam ein Erinnerungsbuch an diese schwierige Zeit zu erarbeiten anhand von Berichten, Aufzeichnungen und Fotos.

Durch das Buch, für das es bereits ein Dutzend Zusagen gibt, will der Vorstand im Sinne vieler Landsleute Erinnerungen für die Nachkommen festhalten und dazu beitragen, das Gesamtbild unserer Gemeinschaft sowie das der Banater deutschen Geschichte besser zu verstehen. Es soll ein besonderes Memoirenbändchen werden mit sehr persönlichen, subjektiven Erinnerungsfragmenten, die weiter gegeben werden sollen bzw. wurden. Angeschrieben soll damit auch gegen das Vergessen von Leid und Unrecht werden, gegen das Schweigen, das der Erlebnisgeneration lange auferlegt worden war, und für das die Nachkommen dann später keine offenen Ohren hatten. Und: Nicht dokumentierte Lebensgeschichten gehen für immer mit der Erlebnisgeneration verloren! Nachfolgend ein erstes Beispiel von Bild und Text für das geplante Erinnerungsbuch.

Bitte das Bild-, Dokumentenkopien-Material und die Texte an Helene Eichinger und Luzian Geier.

Für den Vorstand,
Luzian Geier

Ein Textbeispiel


Das kurze Leben des Josef Michael Hügel
Aufgeschrieben von Helene Eichinger

Ein trauriges Ereignis auf einem Bild im Archiv unserer Heimatgemeinschaft, eingesandt von meiner ehemaligen Nachbarin Susanna Tasch (geborene Hügel), eine der Zwillinge des Ehepaars Michael und Maria Hügel (an der „Mühle“).

Dass die Nachbarmädchen einen Bruder hatten, wusste ich nicht, desto erstaunter war ich beim Anblick des Fotos. Die erwachsenen Personen, außer dem Opa, hab ich alle noch gekannt. Die Belzches Wess Kathi, der Higels Vetter Michel, die Wess Mari und ihre Schwester vom Überland. Erst beim Durchsehen unserer Liste der in „Russland“ geborenen Kinder war mir klar: Der kleine Tote wurde am 11.09.1945 dort in einem Lager geboren und ist am 21.03.1947 in Jahrmarkt an Schwäche gestorben. Die Mutter war schwanger deportiert worden.

Der Vater Michael war bei Kriegsende als kranker Mann entlassen worden, eine Lungenkrankheit plagte ihn und die Familie viele Jahre lang. Viele Eingriffe und Erholungsmaßnahmen halfen nicht, so dass seine Frau mit drei Mädchen ihr Leben bewältigen musste.

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Neuwahlen bei der ordentlichen Hauptversammlung der Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V. in Ulm
Samstag, 8. Februar 2020


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Der neu gewählte Bundesvorstand der Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V.:
von links nach rechts:

Sprecher der Deutsche Banater Jugend und Trachtengruppen (DBJT) Patrick Polling
Beisitzer Werner Gilde
Stellvertretender Bundesvorsitzender Harald Schlapansky
Stellvertretende Bundesvorsitzende Christine Neu
Bundesvorsitzender Peter-Dietmar Leber
Stellvertretender Bundesvorsitzender Georg Ledig
Stellvertretender Bundesvorsitzender Jürgen Griebel
Sprecherin der Heimatortsgemeinschaften Anita Maurer
Beisitzer Walter Keller
Bundesehrenvorsitzender Bernhard Krastl



Marioara Siminiuc ist verstorben
31. Januar 2020

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Ich war immer stolz auf die Menschen dieser Gemeinde”
Erste Bürgermeisterin in der Geschichte Jahrmarkts verstorben

Am 31. Januar d. J. ist in ihrer Appartementwohnung in Temeswar Marioara Siminiuc plötzlich verstorben. Sie war die erste Frau in der Geschichte der Gemeinde Jahrmarkt, die – im Sinne der damaligen Neuorientierung der kommunistischen Parteipolitik zur „Frauenquote“ hin – für das Bürgermeisteramt vorgeschlagen und selbstverständlich gewählt wurde. Die Chefbuchhalterin der lokalen Konsumgenossenschaft übernahm unvorbereitet das Amt von Traian Mester, und zwar in der ebenfalls neuen Doppelfunktion auf dem Lande, wo die Bürgermeister auch Parteisekretäre der Gemeinde sein mussten. In den ersten Jahren war es für sie ein Gewinn, dass sie den erfahrenen und langjährigen Vize-Bürgermeister Josef Wagner (bis 1983), ein gebürtiger Jahrmarkter, zur Seite hatte.

Siminiuc hat die parteipolitische Laufbahn über zwei Legislaturperioden (1979-1988) im Sinne der Partei zufriedenstellend gemeistert und wurde in einer „Stichwahl“ (gegen eine andere Temescher Bürgermeisterin) als Abgeordnete in die Große Nationalversammlung gewählt. In der Gemeinde blieb sie während und auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt umstritten was die kommunalpolitischen Erfolge betraf.

Siminiuc stammte aus der Banater Gemeinde Topolovatu Mare (geboren 1947) und hatte als Mathematik-Studentin in Temeswar den aus der Bukowina stammenden Jahrmarkter Gymnasiallehrer Ion Siminiuc geheiratet. Beide fühlten sich wohl und gut aufgehoben in der Gemeinschaft und lobten stets die Zuverlässigkeit und den Fleiß ihrer neuen Landsleute. Der geschätzte Lehrer wirkte bis zum Eintritt in den Ruhestand 1989 an der Gemeindeschule. In einem Schreiben an den Autor dieser Zeilen betonte die Ex-Bürgermeisterin unter anderem: „Ich war immer stolz auf die Menschen dieser Gemeinde”.

Luzian Geier

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Im Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm fand am Samstag, dem 25. Januar, um 14 Uhr aus Anlass der 75-jährigen Wiederkehr der Deportation zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion eine Gedenkfeier statt, veranstaltet von der Landsmannschaft der Banater Schwaben in Zusammenarbeit mit dem Donauschwäbischen Zentralmuseum und der Kulturreferentin für den Donauraum.

Gertrud Laub las zur Einstimmung aus ihrem Roman „Namenlos in der Fremde“ vor, in dem sie die Deportationsgeschichte ihres Vaters verarbeitet hat.

Im zweiten Teil des Programms fand eine von Hiltrud Leber moderierte Podiumsdiskussion mit Nachkommen von Russlanddeportierten statt. Auch Zeugen dieser Zeit waren noch vor Ort. Diese Diskussion stand unter dem Motto: „Meistens haben sie geschwiegen, weil sie vergessen wollten, um weiterleben zu können...“.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Iris Marie Kotzian (Sopran) und Rita Marx (Klavier). Für Kaffee, Kuchen und Häppchen zum allgemeinen Gedankenaustausch nach der Gedenkfeier sorgte der Kreisverband Augsburg.

(Fotos: Nikolaus Dornstauder und Richard Jäger)

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75 Jahre seit der Deportation
Gedenkfeier der Landsmannschaft in Ulm
von Katharina Scheuer




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Ein bewegender und emotionaler Nachmittag

Rund 200 Teilnehmer beim Erinnern an die Deportation in Augsburg

Es war ein so bewegender und emotionaler Nachmittag, dass ich es nicht in Worte fassen kann.

Der Bericht des Zeitzeugen Adam Zirk, da lauschten alle und manch einer wischte Tränen aus den Augen. Was in den Frauen, die in Russland waren, vorging wurde in dem Gedicht, das Anne Scheiber vorlas, deutlich. Das Gedicht hat sie nach dem Tod ihrer Mutter bei ihren Sachen gefunden. Sie war so freundlich und ich durfte es fotografieren.

Dr. Hella Gerber führte durch den Nachmittag. Man konnte aber auch ihre politische Präsenz in Augsburg erkennen, da viele Augsburger Politiker an der Veranstaltung teilnahmen. Bei Kaffee und vielen verschiedenen Kuchen hörte ich eine Augsburgerin, wie sie sagte, eure Kuchen schmecken so lecker.

Grußworte gab es vom Bundestagsabgeordneten Volker Ullrich und dem Landtagsabgeordneten Andreas Jäckel, der auch die Grußworte der Stadt und des Oberbürgermeisters überbrachte.

Die Andacht mit Pfarrer Alexander Lungu, untermalt vom Banater Seniorenchor mit Liedern sowie Gebeten aus der Deportation, vorgetragen von Tine Slavik und Helene Geier, war sehr ergreifend. Genauso die Kranzniederlegung am Banater Gedenkstein, begleitet von einem Bläserquartett der Musikkapelle Banater Schwaben Augsburg. Etwa 200 Banater Schwaben wie auch Siebenbürger Sachsen und Russlanddeutsche begleiteten das Gedenken. Hansi Müller, der mit einer Gruppe Banater Jugendlicher vorher in München und Singen war, nahm an der Veranstaltung mit den Jugendlichen teil.

Da das Programm so umfassend war, haben Halrun Reinholz mit seinem Einblick in „Atemschaukel" von Herta Müller, und Luzian Geier mit „Zweitzeugen: Kinder der Deportation oder Liebe hinter Stacheldraht" nur kurz berichten können. Aber im Herbst soll es dafür nochmal eine Veranstaltung geben.

Anneliese Jantzer

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Eine Videoaufnahme

von M. Tassinger




75 Jahre seit der Deportation in die Sowjetunion
Verschleppung von Rumäniendeutschen in dei Sowjetunion 1945-1949
Gedenkveranstaltung, Samstag, 18. Januar 2020 in Karlsruhe

KD

75 Jahre danach

Auch wenn ich erst 71 Jahre alt werde, ist es mir in lebhafter Erinnerung, wie sehr das Leben meiner Mutter und meiner Tante geprägt war durch diese unmenschliche Verschleppung.

Der 14. Januar wurde jedes Jahr in Erinnerung gerufen, in Jahrmarkt war dieser Tag zum Anbetungstag geworden. So wie viele der Verschleppten sind meine Mutter und Tante schon ein Jahrzehnt in der Ewigkeit und trotzdem berührt mich diese 75. Wiederkehr.

Traurigkeit und Wehmut machen sich in mir breit beim Anblick der Veranstaltungen in ganz Deutschland. Die digitale Welt erlaubt uns an den Veranstaltungen teil zu nehmen.

In Karlsruhe fand heute (Samstag, 18. Januar) eine Gedenkveranstaltung statt. Da unsere Vereinsfahne zum ersten Mal an einer öffentlichen Veranstaltung teilnahm, war es für unsere HOG Jahrmarkt auch was Besonderes. Die Eheleute Susanna und Franz Barth haben uns das ermöglicht, auch weil ihre Eltern und Schwiegereltern deportiert waren, ist es als eine Verbeugung und Respekt vor einem durchgehaltenen Leben in unbarmherzigen Bedingungen. Einige unserer Jahrmarkter Landsleute haben mit dem Neupanater Chor mit gesungen: Susanna und Franz Barth, Leni und Peter Tasch, Kathi Kilzer, Elisabeth Loris und Josef Jost. Elisabeth Klein hat die Fotos und Videos gemacht, ihre Tochter Anneliese den Trauerflor an unsere Fahne. Allen sei herzlich dafür gedankt.

Helene Eichinger

75 Jahre seit der Deportation nach Russland

Die Gedenkveranstaltung in Karlsruhe war sehr beeindruckend.

Sowohl die Gedenkfeier auf dem Friedhof, als auch das anschließende Gedenken im Gemeindesaal hat alle Erwartungen übertroffen.

Die Zeitzeugen mit ihren Berichten und die danach folgende Podiumsdiskussion haben sehr viele Emotionen ausgelöst.


Ein Dank an alle Mitwirkende dieser Veranstaltung, die es ermöglicht haben, an diese schwere Zeit zu erinnern. Sie wird nie vergessen.


Susanne Barth

Eine Videoaufname vom Ave Maria



Gegen das Vergessen: Die Deportation vor 75 Jahren
Acht Jugendjahre in Kohlengruben
Franz Mathis: Über ein Jahrzehnt lang Jahrmarkter Postbote

Geboren wurde Franz Mathis am 10. November 1928 in Jahrmarkt, wo er kurz nach der Wende auch gestorben ist. Bekannt war er im Dorf unter dem Spitznamen Schuster Franz, weil sein Vater Schuster war und am Eckhaus Zigeunergasse – Insel bzw. Bahnhofsgasse eine Werkstatt hatte.


Franz zählte am 15. Januar 1945 zur Gruppe Jugendlicher, die noch nicht volljährig, juristisch noch im Kindesalter waren und laut öffentlicher Bekanntmachung nicht hätten deportiert werden dürfen. Aber die Übergriffe waren damals nicht nur bei diesem einschneidenden Ereignis in Rumänien die Regel. Allein aus Jahrmarkt waren es sieben Mädchen und 25 Jungen unter 17, die zwangsdeportiert wurden. Davon sind drei Buben im ersten Jahr gestorben, ein vierter während eines Krankentransports auf dem Heimweg.

Der schmächtige Junge aus der Zigeunergasse (Hnr. 731a) war im Januar 1945 als der Zweitjüngste – 16 Jahre und zwei Monate – nach „Russland“ (Sowjetunion, Lager Krasnoarmejsk im Donbass, 60 km nordwestlich von Donetzk, heute Ukraine) deportiert worden, wo er fünf Jahre harte Arbeit in Kohlengruben überlebt hat. Etwa ein Dutzend Jahrmarkter Landsleute waren diesem Arbeitslager zugeteilt worden. Karg war der Lohn, in den ersten Jahren gab es für die Arbeit nur die magere Kost, die vor dem Hungertod schützte.

Franz überlebte trotz seiner schwächlich scheinenden Statur und schmächtigen Gestalt. Er hatte bereits eine abgehärtete Natur, weil er zu Hause mit 16 schon voll eingespannt wurde wie viele andere in jenen Kriegsjahren, in denen es nicht nur an Lebensmitteln und Kleider mangelte, sondern auch an Arbeitskräften. Aber für die Knochenarbeit in den Tiefen der Kohlengruben, ohne entsprechendes Werkzeug und ohne Arbeitskleider, war er nicht vorbereitet.

Nach der Heimkehr 1949 wurde der 21jährige als Wehrpflichtiger laut rumänischen Gesetz zum Militär eingezogen, aber als Deutscher nicht unter Waffen, sondern in ein Arbeitsbataillon (Detasament de lucru). Drei Jahre lang arbeitete er in den Kohlengruben von Lupeni, andere, auch jüngere Jahrmarkter im benachbarten Revier Petrila oder in den Banater Zechen bei Anina. Auch hier gab es praktisch keinen Lohn.

Mathis war nur einer von vielen Banater und Siebenbürger der Jahrgänge 1928-1938, die nicht unter Waffen durften, sondern bei Schwerstarbeiten eingesetzt wurden. Allein aus dem Geburtsjahrgang 1935 beispielsweise waren zehn Jahrmarkter im Raum der Gruben von Petrila, Lupeni etc eingesetzt. Unseres Wissens haben von den vielen Jahrmarkter Gruben- und Bauarbeiter in Militärbataillons nur zwei oder drei hier in Deutschland 2018-2019 die „Gnade“ einer symbolischen Entschädigung erlebt.

Die acht harten Jahre schwerster Zwangsarbeit unter Tage wirkten auf das weitere Berufs- und Gesellschaftsleben von Mathis nach. Sie hatten Franz aber nicht gebrochen. Er ist den Landsleuten als offener, freundlicher Mensch in Erinnerung: Im Dorf war er gut bekannt und geschätzt als langjähriger „Briefträger“, gefragter Bote für die Post aus dem Westen, aber auch als Überbringer der Rentengelder und von wichtigen Nachrichten (bis Ende der 1970ger Jahre).

Ob die unabgeschlossene Berufsausbildung und relativ späte Eheschließung mit dieser „Vorgeschichte“ zusammenhingen, ist sehr wahrscheinlich. Dass die Ehe mit seiner Landsmännin Margarete Pechler, aus der der einzige Sohn Franz stammt, der mit der Mutter nach Deutschland ausgesiedelt ist und hier lebt, nicht glücklich und von kurzer Dauer war, möglicherweise auch. Franz Mathis blieb in Jahrmarkt, wo sein Haus für die vielen Verwandten aus der Sippe der „Grawatzer“ und Besucher aus Deutschland immer offen war. Der Rentner starb dort am 19. April 1990.

Luzian Geier

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Gruppenfoto der Mathis-Sippe (Spitzname „Grawatzer“) mit Einheiraten.
Franz stehend ganz rechts, vor ihm sitzend sein Vater.
Anlass war ein Besuch aus Amerika 1965.


FM
Franz Mathis als Postbote in Uniform im Hof mit Susanne Gries
(„Brickenarsch“, Hinnerreih-Gasse).



Treffen ehemaliger Deportierter aus Jahrmarkt
Von Katharina Scheuer
 
Dieses Foto wurde Ende der 1950ger Jahre in Jahrmarkt gemacht, als sich 17 ehemalige Deportierte aus dem Lager Kriwoi Rog 1410 trafen. Der Anlaß war die Ausreise nach Deutschland einer Lagerkammeradin, u.zw.von Frau Elisabeth Schäfer geb. Waberer, Jg. 1914, aus der Johannigasse. Diese reiste zu ihrem Ehemann Christof aus, welcher vom Krieg in Deutschland geblieben ist. Sie starb 1993 in Malching bei Passau. Das Ehepaar hatte keine Nachkommen. Die heute einzige Überlebende dieses Fotos ist Elisabeth Röhr geb. Mathis, mit deren Hilfe alle Namen der Personen auf dem Foto zweifelsfrei zugeordnet werden konnten. Ein Großteil dieser Personen sind auf dem Foto wiederzufinden welches 1949 in Rußland, vor dem Lager Kriwoi Rog 1410, gemacht wurde. Das Foto wurde zum Deportationsgedenken 2017 von Luzian Geier auf der Jahrmarkter HP veröffentlicht. Es ist das besondere Foto mit den Schöndorfer Zwillingskinder und der Puppe.

Das in Jahrmarkt gemachte Foto weist auch eine Besonderheit auf, u.zw. sind auf dem Foto drei Geschwisterpaare zu sehen: Elisabeth und Barbara Mathis, Gertrude und Eva Wagner und Eva, Anna und Magdalena Loris.

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Erste Reihe sitzend von links:
1.    Barbara Bild geb. Mathis (Endersch)
2.    Anna Maurer geb. Loris
3.    Elisabeth Schäfer geb. Waberer (reiste als erste der Lagerkammeradinnen nach Deutschland aus)
4.    Katharina Ferch, verw. Pesch, geb. Albinger
5.     Anna Eichinger geb. Weber (Schusterpauls)
Zweite Reihe stehend von links:
6.     Katharina Hoffmann geb. Mayer
7.     Anna Loris geb. Seibert
8.     Elisabeth Röhr geb. Mathis (Endersch)
9.     Elisabeth Blasy (Hegelches)
10.  Katharina Rosar
11.  Marianne Hügel geb. Loris (Lesevreins)
12. 
Eva Klein geb. Loris

Dritte Reihe stehend, von links:
       13.   Gertrude Schmidt geb. Wagner (Bastoffels)
       14.   Eva Rosner geb. Wagner (Bastoffels)
       15.   Magdalena Bittenbinder geb. Loris
       16.   Eva Loris geb. Loris
       17.   Anna Wintrich geb. Kassner (Regerts Nantschi)

Von diesen 17 Personen haben 15 Frauen volle fünf Jahre in der Deportation verbracht. Zwei von ihnen wurden aus gesundheitlichen Gründen früher entlassen: Anna Maurer geb. Loris und Elisabeth Schäfer geb. Waberer. Lange und schwere fünf Jahre, fern von der Heimat und den Familien, gemeinsam durchlebt. Da ist die Entstehung eines solchen Fotos gut nachvollziehbar!

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Ehemalige Zwangsarbeiterinnen aus dem Lager Nowotroizk trafen sich bald nach der Heimkehr 1948 in Jahrmarkt:
Sitzend v.l.n.r: 1. Bertha Wegel, geb. Hay, Anna Schäfer, geb. Retter,  Elisabeth Knecht, geb. Kronenberger,
Katharina Krämer, geb. Kassnel, Gertrude Reis, geb.Geb. Geier, Gertrude Loris, geb. Tyoschitz.

Stehend: Annamaria, geb. Loris, Magdalena Till, geb. Hügel, Marianne Stefan, geb. Bild, Katharina Loris, geb. Jost, Elisabeth Speck, geb. Eichinger, Elisabeth Retter, geb. Petz, Marianne Windrich, geb. Lux,
Marianne Speck, geb. Schneider.




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Gedenkfeier in Karlsruhe:
75 Jahre Deportation in die Sowjetunion
18. Januar 2020, 13:30 Uhr

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Der Kreisverband Augsburg lädt ein:
75 Jahre seit der "Russlanddeportation"
Gedenken und Erinnern
19. Januar 2020, 14:30 Uhr

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Programm und Informationen



Dreikönig 2020

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Vom König mit den leeren Händen
von Vreni und Dieter Theobald




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Prosit NEUJAHR 2020!

Unser Leben fließt wie in einem Fluss dahin. Am Ufer betrachten wir,
wie es war im letzten Jahr, halten Ausschau auf das Kommende.
Gefordert wurden wir alle, manch einer schwer geprüft, verletzt, enttäuscht,
von Krankheit gezeichnet. Der Eine oder Andere war nur schlichter Zuschauer,
selbst noch nicht betroffen
und trotzdem fühlt der Mensch die Sorgen und Ohnmacht dieser Welt.
Gott ist unsere Hoffnung, er zeigt uns den Weg in ein
GESEGNETES NEUES JAHR 2020.

ALLEN LANDSLEUTEN rings um den ERDKREIS
wünscht der Vorstand der HEIMATORTGEMEINSCHAFT JAHRMAKT
GESUNDHEIT und FRIEDEN!

Für den Vorstand Helen Eichinger und Luzian Geier


Vorweihnachtszeit - Weihnachten - Jahreswechsel
Mundart, erstellt von Helga Ritter
Auf: banater-schwaben.org, 18.12.2019



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Ergänzung der Spenderliste für die Jahrmarkter Kirche

Junc Nikolaus und Renate, 100 Euro
Bild Josef und Hedwig, 50 Euro
Katharina Scheuer, 100 Euro (Im Auftrag von Joe Maurer aus Marblehead, USA.
Zum Gedenken an meinen Großvater, ausgewandert 1906.)

Ruttner Rita und Johann, 50 Euro
Kelter Athanasius und Ger., 50 Euro
Ladislaus Szekeres Marg., 50 Euro
Schmidt Magdalena, 25 Euro


Das Spendenkonto:
HOG Jahrmarkt
Volksbank Reutlingen
IBAN: DE57 6409 0100 0422 8190 00
BIC: VBRTDE6R
Vermerk: Spende Kirche

Spenden für die Kirchenrenovierung

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