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- 2017 -



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Adventskalender 2017

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Michael Grund ist
26. November 2017 verstorben

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Nachruf von Katharina Scheuer

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Eltern und Großmutter

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Beim Aufmarsch

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Die Familie

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Am Gedenkstein Herrischried mit Jahrmarktern

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Ödlandkapelle Herrischried



Mihai I., Rumäniens letzter König verstorben

Mitteilung des königlichen Hauses: Der König starb in seiner Exil-Residenz in der Schweiz am 5. Dezember um 13 Uhr im Alter von 96 Jahren.

Die Leiche des verstorbenen Monarchen wird in der Ehrenhalle des königlichen Schlosses Pelesch (bei Sinaia) aufgebahrt und danach für zwei Tage im Thronsaal des Königspalastes an der Bukarester Calea-Victoriei-Zeile.

Der feierliche Gottesdienst wird anschließend in der Kathedrale des Bukarester Patriarchats abgehalten, die Beisetzung in der Neuen Erzbischöflichen und Königlichen Kathedrale in Curtea de Arges.

Michael der I., ein Hohenzoller, wurde am 25. Oktober 1921 im königlichen Karpatenschloss Pelesch geboren. Mihai I. von Rumänien war von 1927 bis 1930 sowie von 1940 bis 1947 König von Rumänien.

KM
Im Bild links König Mihai I. wie ihn die ältere Generation aus den deutschen Kalendern in Rumänien,
auf Schreibheften und in Schulbüchern in Erinnerung hat;
rechts ein historisches Foto von der Begegnung des Königs mit dem Banater katholischen Bischof Sebastian Kräuter im April 1997.




HM

Gedenken bewahren: Vor 60 Jahren
Ein Jahrmarkter auf dem Temeswarer Armenfriedhof
Kommunistische Verbrechen, die nicht vergessen werden dürfen

Es war der 6. Dezember 1956 in Temeswar. Im unmittelbar benachbarten Ungarn hatte die Sowjetarmee nach der 2. Invasion vom 4. November den Krieg gegen den Volksaufstand gewonnen. Die Wiederherstellung der alten Ordnung war mit aller Brutalität voll im Gange. Die Tage der Ungarn-Freiheit waren vorbei. Das wussten viele im Westbanat, zumal aus Temeswar sowjetische Panzer nach Ungarn gerollt und andere Autokolonnen in die sowjetischen Kasernen zurückgekehrt waren.


Da glaubte der Vorarbeiter Mathias Heckmann aus Jahrmarkt, dass er in der 10-Uhr-Essenspause vor den etwa zehn Leuten der Tischlerei frei zu den Ereignissen in Ungarn seine Meinung sagen könne. Eigentlich hätte er - Jahrgang 1914 - wissen müssen, was ihn unter Umständen erwartet, denn er hatte schon eine Diktatur und den Weltkrieg samt Gefangenschaft durchgemacht. Vielleicht glaubte er nicht, dass seine Meinung als Tischler mit sieben Schulklassen staatsgefährlich interpretiert werden kann und er rechnete wohl auch nicht mit Spitzel in seiner Gruppe.

Bei der Äußerung soll es laut Überlieferung – es war noch ein jüngerer Jahrmarkter Tischler in der Werkstatt Zeuge – darum gegangen sein, dass nur ein ähnlicher Volksaufstand wie der in Ungarn in Rumänien Änderungen bringen könnte. Das wäre aber unwahrscheinlich, denn Aufständische hätten auch hier keine Waffen. Sollten sie „mit Erbsen schießen“? Das war um 10 Uhr. Um 12 wurde Matz, wie ihn alle nannten und er später die Strafakte unterzeichnete, ins Büro gerufen. Ab dann sah ihn kein freier Mensch mehr, auch nicht tot, bis auf einen Häftling, der einige Zeit später im Temeswarer Popa-Sapca-Untersuchungsgefängnis Fenster reparieren musste wegen der Kälte. Er erkannte Mathias nicht. Der lag mit Ketten an Händen und Füssen gefesselt auf dem Boden wie im Mittelalter. Aber Heckmann hatte den Landsmann und Tischler-Berufskollegen erkannt und seinen Namen gerufen.

Laut damaligem rumänischem Strafgesetzbuch konnte der Chefankläger aufgrund eines aufgebauschten gefährlichen Feindbildes, das die Untersuchungsbehörde erarbeitet hatte, und erzwungener Geständnisse für das „Verbrechen“ der „öffentlichen Aufwiegelung“ („agitatie publica“) eine exemplarisch harte Strafe von den Richtern des Militärtribunals fordern. Mit ins Gewicht gefallen sein dürften für das harte Urteil, dass kurze Zeit vorher in Bukarest das Politbüro der RAP einen Maßnahmenplan erarbeitet hatte, um einen ähnlichen Volksaufstand in Rumänien zu verhindern (Sitzung vom 24. Oktober 1956) sowie die Tatsache, dass der Angeklagte einen Teil seines Kriegsdienstes beim deutschen Militär (Waffen-SS) abgeleistet hatte. Eine Besonderheit im Fall Heckmann war, dass der „Anstifter“ weder von der Polizei (Miliz), noch vom Sicherheitsdienst festgenommen wurde, sondern durch den militärischen Geheimdienst der Militäreinheit (U. M.) 03259. Der Haftbefehl trug laut Kartei die Nr. 33/956.

Die Ehefrau Magdalena, die nun allein zwei schulpflichtige Töchter zu versorgen hatte, wurde nur über den Prozess benachrichtigt, und zwar so, dass sie immer zu spät kam und ihren Mann nie mehr lebend sehen konnte. Die wiederholten Anträge zur Erteilung einer Gesprächserlaubnis wurden alle abgelehnt.

Das Urteil des Militärgerichts Nr. 136/57 lautete auf sechs Jahre schwere „umerziehende“ Kerkerstrafe (6 ani corectionala). Der Antritt der Strafe ist mit 6. Dezember 1956 angegeben (Rückseite der Akte), ein Widerspruch zur Eintragung auf Seite 1, wo es fälschlich heißt Untersuchungshaft seit 11. Dezember. Als vorgesehener Entlassungstermin ist der 4. Dezember 1962 eingetragen. Worauf sich die identischen Eintragungen darunter mit Bleistift und dann mit Tinte darüber beziehen, ist nicht klar. Vermutlich handelt es sich bei dem Datum der „R(ezolutie)“ vom 27. April 1957 um die Ablehnung eines Widerspruchs bzw. um das definitive, rechtskräftige Urteil: sechs volle Jahre Gefängnis.

Dieses Urteil sagt für uns heute nicht viel aus. Die vollständige Gerichtsakte mit der Anklage lag uns nicht vor. Erst die Liste der Gefängnisse, durch die der politische Häftling musste, lässt auf die lebensbedrohliche Lage schließen: Temeswar, Gherla (ab 28. Januar 1957), Jilava (ab 23. Februar), Temeswar (6. März), Vacaresti (9. Mai), nochmal Hochsicherheitsgefängnis Jilava (11. Juli) und zuletzt wieder Temeswar (19. Juli) – die berüchtigsten Foltergefängnisse im damaligen Rumänien. Die Daten sind nicht genau, teils widersprüchlich in der Personalakte und stimmen mit den Überführungsbefehlen nicht ganz überein. Offen bleibt, weshalb der letzte „Ordin de transfer“ nach Temeswar erfolgte. War mit dem Tod zu rechnen?

Das Schlimme waren nicht das Strafgesetz und das Urteil, sondern die unkontrollierte, allmächtige und erbarmungslose Macht der Vollzugsbehörden als willige Vollstrecker der Partei- und Staatspolitik, die alltäglichen Erniedrigungen der politischen Häftlinge, die Folter brutalster Art, Hunger, Kälte, harte Arbeit, das Fehlen elementarster hygienischer Bedingungen sowie medizinischer Betreuung und die übertragbaren Krankheiten.

Das anonyme Grab

Es war der 5. Dezember 1957 in Temeswar. Alle diese menschenverachtenden Missstände führten dazu, dass ein gesunder, durch Krieg und Kriegsgefangenschaft gehärteter Mann in den besten Jahren (42 bei der Verhaftung) nach nur einem Jahr Gefängnis am 5. Dezember 1957, genau vor 60 Jahren, im Temeswarer Spital für infektiöse Krankheiten (Victor-Babes-Spital) gestorben ist. Über den Tod wurde die Ehefrau erst benachrichtigt, als ihr Mann schon auf dem Temeswarer Armenfriedhof anonym eingegraben worden war. Die Todesursache - eine Antwort auf unsere Anfrage in diesem Jahr im Spital steht aus - erfuhr die Familie nie.

Auf Umwegen fand die Ehefrau heraus, dass ihr Mann angeblich auf dem Armenfriedhof an der Lippaer Straße beerdigt wurde. Dort fand sie tatsächlich einen frischen Grabhügel und der Friedhofswärter bestätigte, dass es um ihren Mann ging. Längere Zeit hatte Magdalena Heckmann nur ein Holzkreuz für ihren Mann aufgestellt, später dann einen bescheidenen Granitstein. Als das staatliche Unternehmen für Stromversorgung auf dem Armenfriedhof einen großen Hochspannungsleitungsmast aufstellte, kam der südöstliche Fuß des Metallmastes genau über dem Grab von Matz Heckmann zu stehen. Der Grabstein wurde neben das Grab gelegt, ohne die Familie zu benachrichtigen. Daraufhin lies die Witwe den Stein mit einem Pferdefuhrwerk auf den Jahrmarkter oberen Friedhof bringen und dort aufstellen. Bei der Aussiedlung nach Deutschland wurde er verkauft. Ehefrau Magdalena und die Töchter Margret und Marianne sind inzwischen in Deutschland verstorben, das Verbrechen ist fast vergessen.

Für die Geschichte der Gemeinschaft der Jahrmarkter soll dieses Schicksal jedoch festgehalten werden, zumal es für die Gemeinde kein Unrechts-Einzelfall war. Da war noch der politische Schauprozess (1951) gegen den katholischen Dechant des Lippaer Sprengels Martin Kilzer, der aus Jahrmarkt stammte. Ein anderer Mann, der aus der Kriegsgefangenschaft illegal über die Grenze in seinen Heimatort gelangen wollte, wurde erwischt und ebenfalls als politischer Häftling in Jilava und Fogarasch zu Tode gefoltert ( gest. am 25. Januar 1951 in Fogarasch, dort beerdigt; geb. am 12. März 1912). Zwei weitere Männer aus dem Dorf waren im Gefolge des Heckmann-Prozesses zu fünf bzw, zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Diese beispielsweise und andere überlebten bzw. hatten das Glück, begnadigt zu werden. Ein anderer Heimkehrer wurde an der rumänischen Grenze angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Er durfte nach dem Tod nicht nach Jahrmarkt gebracht werden, sondern liegt auch heute noch in Jebel auf einem Friedhof. Ein ungeklärter Fall ist der des Heimkehrers Josef Seibert (Jahrgang 1919), der in erster Instanz zu drei Jahren Kerker verurteilt wurde wegen illegaler Grenzüberschreitung. Interniert war in den Arbeitszwangslagern Poarta Alba, Galanu und Peninsula. Ohne Prozess oder Urteil wurde er danach aufgrund einer Verordnung („Ordin“) um drei Jahre länger in Haft gehalten. Ein weiterer Jahrmarkter – durch Einheirat, Jahrgang 1926 – wurde im Oktober 1952 wegen angeblicher Spionage verhaftet und zu drei Jahren schwerer Kerkerstrafe („t g“, also temnita grea) verurteilt. Er musste durch die Gefängnisse Jilava, Aiud und Onesti und wurde bis zur Ausreise nach Deutschland von der Securitate observiert und belästigt.

Schlimmes Unrecht darf nicht vergessen werden, die Gemeinschaft sollte dafür sorgen, dass das Gedenken bewahrt wird.

Luzian Geier



Lehrerin Erna Istvancsek, geb. Mersdorf wurde am 1. Dezember 80 Jahre alt

Zwei ehemalige Schülerinnen mit Erinnerungen
Helene Eichinger und Veronika Krastl


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Katharina Kilzer zu Besuch in Jahrmarkt, November 2017

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Die Friedhöfe: gepflegt wie schon lange nicht mehr

Mit vielen neuen Eindrücken und Hunderten von Fotos, hauptsächlich aus Jahrmarkt, Murani, Bruckenau und Temeswar, bin ich aus dem Banat zurück. Ich schicke euch die erste Serie Fotos von den Friedhöfen und der Schule aus Jahrmarkt.

Die Friedhöfe sind beide besonders schön gepflegt, wie ich sie noch nie bisher angetroffen habe. Auf den Gräbern liegen echte Tannenkränze oder Plastikblumen, vielerorts waren auch Chrysanthemen in den Gläsern, alle Steine sind geputzt, gereinigt, die Wege sauber, zwischen den Gräbern keine Gräser. Also unser Ahnen ruhen wieder in höchstem Frieden und so manche Gräber sind wahre Kunstwerke mit ihren Bildern, ihren Rahmen, ihrer Vergangenheit. Ich war stundenlang zwischen den Gräbern, hauptsächlich am unteren Friedhof. Schade, dass die Bilder der Stationen, die noch vorhanden sind, nicht bald bewahrt und die Säulen renoviert werden, denn irgendwann fallen sie wegen morscher Zusammensetzung um!


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Ein Rundgang durch die Schule heute

In der Schule findet man eine frischgestrichene Schule, mit neu ausgestatteten Klassenräumen, einem neuen Sportplatz hinter der Schule; Unterricht findet morgens und nachmittags statt. Im Keller des großen Schulgebäudes wurde ein Turnsaal in Gebrauch genommen, bestens ausgestattet, sowie eine Bibliothek. Leider hat man beim Ausbau keine gute Durchlüftung eingebaut, so dass die Räume nach Schimmel riechen. Die Bücher sind in Regalen für die Kinder ausgelegt. Im Keller ist auch das Archiv der alten Notenbücher aus unserer Zeit - bestens erhalten. Professor Mirea Darius, Leiter der Schule, war sehr hilfsbereit und stellte sofort zusammen mit der Sekretärin, Frau Ottilia, die gewünschten Notenbücher zur Ansicht zur Verfügung. Es war berührend, zu sehen, wie gut erhalten die Notenbücher sind, so als wäre es gestern gewesen, als wir den Abschluss gemacht haben. Die fein säuberlichen Eintragungen - proces verbal - der Lehrerin Katharina Schäffer sowie von Fritz Stumpf zum Abschluss jedes Schuljahres, erinnern an die wunderbare Zeit dort. Simona Catalin, Lehrerin der Grundschule, begleitete mich zu einem Rundgang durch die Klassen, die neu ausgestattet sind und bestens erhalten. Nur der Blick auf den Fußboden mit den Granitböden, die unsere Großväter noch geschliffen haben, erinnert an früher. Noch viel schöner ist der einzig erhaltene Baum hinter dem kleinen Schulgebäude: ein japanischer Kuchenbaum, wie Luzian Geier mir erklärte. Ähnlich unseren Akazien, aber verzweigter. Beeindruckend. Ein Monument. Immer noch sind die Blätter grün, der Stamm verwachsen, verzweigt von all den Jahrzehnten, die er überstanden hat und majestätisch steht der alte Baum unerschrocken hinter unserer Schule. Wenn er erzählen könnte... er würde bersten und flüstern über alte Zeiten. Eine schöne Erinnerung.

Text und Fotos: Katharina Kilzer, 21. November, Wiesbaden



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Wieder werden in Gedanken Brücken geschlagen über Gräber in die ganze Welt.
Wir fühlen uns verbunden wie mit einem unsichtbaren Band.

Gott schenke allen Verstorbenen ewige Ruhe und Frieden.
Für den Vorstand, Helene Eichinger


Auf dem Acker der Ruhe
Von Angelika Adams

Auf dem Acker der Ruhe
suchte ich dein Grab.
Du lieber Mensch,
der vor vielen Jahren starb.
Ich war damals noch viel zu klein,
Wusste nur, dort tat man dich hinein.

Erinnerungen blieben mir nicht viel,
Zu schnell kam's Lebenswechselspiel.
Gefunden hab' ich dich nicht mehr,
Es ist auch schon zu lange her.
Du Mutter meiner Großmama,
ich dir nicht lang' in die Augen sah.

Ich stand damals oft vor deinem Grab,
wusste, dass ich irgendwie lieb dich hab.
Jedoch die Zeit verrann so schnell,
Ich kann sie nur ahnen, diese Stell'.
Doch in meinem Herzen brennt ein Licht,
was heißen soll – Es vergisst dich nicht!




Kaspar Blasy wird am 1. November 90 Jahre alt

Er war von der ersten Stunde der Gründung unserer Heimatortsgemeinschaft in Reutlingen mit dabei, tatkräftig und für alle aus der Gemeinschaft. Und das über Jahrzehnte. Die Belange und Anliegen seiner Landsleute waren ihm Herzensangelegenheit. Andererseits – und das war und ist kein Widerspruch – war Kasper Blasy auch in der Reutlinger Gemeinschaft angekommen, wo er die längste Zeit seines Lebens mit der Familie verbrachte.

Die landsmannschaftliche Arbeit hat er lange mit Rat und Tat verantwortungsvoll und aktiv mitgestaltet. Auch in den letzten 20 Jahren war er immer an der Arbeit der HOG interessiert, seine Meinung wurde geschätzt.

Neun Jahrzehnte lang erlebte er die vielen verschiedenen geschichtlichen Ereignisse, die ihn geprägt und motiviert haben, aber oft auch angstvoll in die Zukunft blicken ließen.

Der Vorstand wünscht einen ruhigen Lebensabend im Kreise seiner Söhne und Enkelkinder.

Für den Vorstand, Helene Eichinger

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Jahrmarkter Friedhöfe und Totengedenkbuch
Aufruf zur Mitarbeit an einer Dokumentation

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Oberer Friedhof

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Kreuzwegstation auf dem oberen Friedhof und Kreuz auf der Barons-Gruft

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Unterer Friedhof

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Kreuzwegstation auf dem unteren Friedhof

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Die Vorstandsmitglieder der Heimatgemeinde Jahrmarkt und einige Beisitzer planen ein neues Gemeinschaftsvorhaben. Es geht vor allem darum, die zwei Friedhöfe für die Nachkommen zu dokumentieren. Unwiederbringliches verschwindet auf den Ruheorten der Toten, auf dem Gottesacker, wie der Friedhof oft bezeichnet wird. Die meisten Menschen sehen das als selbstverständlich und als eine unabwendbare Spätfolge der Nachkriegsereignisse.

Der Wandel ist auch auf diesen geweihten Stätten nicht aufzuhalten. Wir glauben nicht, dass in dieser Gemeinde in nächster Zeit die Friedhöfe als denkmalgeschützt erhalten werden. Im Gegenteil. Die in Deutschland und anderen vorwiegend katholischen EU-Ländern üblichen Vorschriften zur Grabauflösung nach einer bestimmten Anzahl von Jahren bzw. bei nicht Bezahlen der Friedhofsgebühren werden sich im Banat gegen die altösterreichische Familiengrabregelung durchsetzen, insbesondere dort, wo es sich nicht um separate konfessionelle Friedhöfe handelt oder eine nicht geklärte Situation entstanden ist wie in Jahrmarkt. Es handelte sich in Jahrmarkt immer um zwei, auch besitzrechtlich, katholische Friedhöfe seit ihrer Weihe, beim älteren, dem unteren Friedhof, immerhin seit Mai 1777!

Besonders nach der Wende wurden die Jahrmarkter konfessionellen katholischen Friedhöfe stillschweigend zu allgemeinen, kommunalen Friedhöfen. Das liegt in Jahrmarkt daran, dass es früher keinen eigenen getrennten orthodoxen Friedhof gab.

Die Vorschriften (Satzungen) der Temeswarer katholischen Diözese (neueste Friedhofsordnung 2002) gehen über die zuständige Pfarrei in Dumbravita/Ujszentes auch in diese Richtung. Diese Regelungen (besonders Absatz 7) sehen keine befriedigend-konkrete, verpflichtende Hinweise oder Anleitungen vor, wie beispielsweise mit Grabsteinen umzugehen ist, die erhaltenswert sind, zumal es in mehreren ehemals Banater schwäbischen Orten noch Grabsteine aus der Zeit der Einwanderung gibt. Wie der Schutz dieser Grabmäler über das Ordinariat gewährleistet werden soll und kann, ist schwer nachzuvollziehen. Nur in wenigen Orten sind in diesem Sinne schon vor Jahren Eigeninitiativen entwickelt worden (z. Bsp. Bakowa). Jahrmarkt zählte nicht dazu. In Jahrmarkt ist der älteste Sandgrabstein auf dem oberen Friedhof vor etlichen Jahren spurlos verschwunden.

Daher hat der Vorstand der Heimatgemeinschaft an zwei Dinge als längerfristiges nächstes Vorhaben gedacht: Zuerst eine Bestandsaufnahme der Jetzt-Situation vorzunehmen, Bilder und Text (Inschriften, Lagebestimmung) dazu; darauf gestützt danach eine Veröffentlichung aller Grabsteine mit kurzen „Grabgeschichten“, soweit es möglich ist. Diese Kurztexte sollen sich vorwiegend auf das jeweilige Familiengrab beziehen, auf das Grabmal mit den Inschriften und die darin Beigesetzten, wie auch auf die, die nur durch Inschriften verewigt worden sind, die dort nicht beerdigt werden konnten.

Wir wollen die Toten ruhen lassen! Nicht das Erinnern an Schmerz, Trauer oder Wunden des Lebens sind Ziel des Buches, sondern das Festhalten von „Familienfäden“ in die Zukunft für die, die nach uns kommen und es nicht mehr tun können, die unsere Friedhöfe so wie sie waren oder heute sind nicht mehr sehen werden. Denn mit dem Heimgang der Erlebnisgeneration werden immer mehr Gräber samt Grabsteinen an die heutigen Ortsbewohner abgegeben, die sich über Jahre mit den Angehörigen der Verstorbenen in Deutschland einvernehmlich um die Grabpflege gekümmert haben. Das Buch soll als Identität stiftende Dokumentation weiterführend berichten von dem, was unsere Friedhöfe außer Ruhestätte für unsere Gemeinschaft waren: Stumme Zeugen, aber offene Geschichtsbücher, in denen gelesen werden konnte.

Altes Anliegen

Die Absicht ist nicht ganz neu, nur die Art und Weise. Bereits 1993 haben der damalige Vorsitzende Hans Frombach und Luzian Geier vor Ort eine Fotodokumentation angelegt mit allen Grabsteinen der Landsleute, die in fremder Erde ruhen infolge der beiden Weltkriege und der Deportation in die Sowjetunion. Als dann die ersten Dörfer Bücher über ihre Friedhöfe herausbrachten – Lowrin, Orzydorf, Kowatschi, Sackelhausen, Andres, Sanktmartin etc. (zuletzt 2017 Triebswetter und Großsanktnikolaus mit einem Internet-Auftritt) – wurden auch von Jahrmarkter Landsleuten derartige Überlegungen angestellt. Sie scheiterten jedoch schon vor einigen Jahren am Preis allein für die Fotodokumentation, der vor Ort gefordert wurde. Eine ehrenamtliche Mannschaft zur Erstellung der Dokumentation, wie in anderen Dörfern, kam noch nicht zustande.

Es soll nun ein neuer Anlauf genommen werden für eine vollständige Dokumentation, immerhin etwa 1000 Grabsteine auf dem oberen und 900 auf dem unteren Friedhof. Den Fotos soll, wie erwähnt, eine Beschreibung beigefügt werden.

Während die Foto-Dokumentation eine Arbeit für das Archiv der Gemeinschaft sein soll, wird die erwähnte Publikation geplant, in die all jene Gräber/Grabsteine aufgenommen werden, zu denen es keine Einwände gibt. Die Autoren wollen, dass die Nachfahren selbst oder Bekannte, wo es möglich ist, zu den Gräbern etwas Persönliches schreiben und die Verbindung machen zu den Nachkommen in Deutschland. Manche alte Grabsteine werden oder können nur ohne Text aufgenommen werden. Jeder Grabstelle bzw. jedem Familiengrab soll im Buch ein-zwei Seiten mit Bild und Text gewidmet sein, für Familiengruppen auch entsprechend zwei-drei Seiten. Als Vorlage wurden dazu bereits zwei Dutzend Textentwürfe verfasst, die auf Wunsch allen im Vorfeld zur Verfügung gestellt werden können.

Noch gibt es keinen Beschluss des Vorstandes zu diesen Vorhaben, auch keine Kostenaufstellungen oder ausführliche Vorschläge zu den Arbeitsetappen. Diese Ideen zum Projekt sollen zuerst auf die Homepage der Gemeinschaft gestellt und in der Banater Post veröffentlicht werden, um Anregungen, Stellungnahmen und weitere machbare Vorstellungen einzubringen für die folgende Sitzung des Vorstandes, der mit einem Beschluss dann die Verantwortung für die Art der Durchführung übernimmt. Es soll eine Gedenkschrift als Erinnerung an die ehemalige Heimat werden, zugleich ein umfassendes Toten-Gedenkbuch und ein weiterer Baustein zu der immer noch ausstehenden Ortschronik bzw. zu einem Jahrmarkter Heimatbuch. Nach dem Ortssippenbuch mit den Belegen zu den Anfängen, zur Ansiedlung und zu den Herkunftsorten, den Gassenbüchern als Spiegel des Alltagslebens in der Gemeinde soll sich der Kreis mit der Friedhofs-Dokumentation über den einstigen Heimatdorf im Banat schließen, der in seiner Hoch-Zeit rund 5000 deutsche Einwohner zählte.

Es geht daher der Aufruf an die Erlebnisgeneration, Bildmaterial und Texte zum Friedhof und den Familiengräbern dem Vorstand zur Verfügung zu stellen. Wenn erwünscht, wird zum Text gerne Hilfestellung geleistet. Desgleichen bitten wir bis Jahresende um Mitteilung, wenn Familien die Grabsteine lieber ohne Text oder nicht im Buch veröffentlicht haben wollen. Erfolgt keine Rückmeldung, wird das als Zustimmung gewertet. Vorbestellungen für das geplante Buch wären sinnvoll und sind erwünscht, damit eine Auflagenhöhe leichter festgelegt werden kann.

Luzian Geier

Beispiele für das geplante Buch der Friedhofs-Dokumentation:

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Zur näheren Ansicht bitte anklicken!



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Liebe Landsleute,

an Pfingsten haben wir in Plittersdorf zwei neue Bücher vorgestellt.

Das neue Adressbuch, das weniger neue Adressen beinhaltet als erwartet, weil zu wenige Landsleute sich gemeldet und ihre Daten korrigiert haben. So mussten wir jeweils andere Leute fragen, alte Daten übernehmen und wieder sind Anschriften nicht richtig. Es ist sehr schade für die gedachte Zusammenarbeit und die Verbindungen, aber auch, weil das Erarbeiten eines solchen Buches sehr zeitaufwendig ist und oft der Hilfe jüngerer Familienmitglieder bedarf.

Das Adress- und Telefonbuch bietet aber auch Raum, um Selbsteintragungen bzw. Ergänzungen zu machen.

Das Adressbuch ist in guter Qualität erstellt, übersichtlicher als die früheren, darum etwas schwerer und das Querformat vielleicht nicht so handlich. Die Gesamteinträge sind geschrumpft, immer mehr unserer alten Jahrmarkter verlassen uns für immer. Das Buch ist ein gutes Nachschlagewerk, kostet 10,00 Euro plus 2,60 Euro Porto.


Dorf-Sport-Welt - Jahrmarkt/Banat

Das zweite neu erschienene Buch ist das sogenannte „Sportbuch“, das eigentlich viel mehr als über Sport in Jahrmarkt berichtet. Es ist der Versuch einer Dokumentation eines Teiles des ländlichen Geselligkeitslebens.

Die vielseitig begeisterten sportlichen Aktivisten in der alten Heimat und hier in Deutschland sind verknüpft mit örtlichen Begebenheiten, Personen und Orten, die es verdienen vor dem Vergessen gerettet zu werden. So werden dem Leser Menschen begegnen, die man oft nur vom Erzählen her kennt. Was in Jahrmarkt alles existiert hat, da kann man nur staunen.

Die vielen Bilder lockern den Inhalt auf und selbst die kleinen Nachkommen suchen ihre Großeltern oder Eltern, man muss ihnen nur das Buch zeigen. Es eignet sich auch als Geburtstagsgeschenk oder Mitbringsel. Preis 15,00 Euro plus 2,60 Euro Porto.

Für den Vorstand, Helene Eichinger



Roter Mohn, Blume des Jahres 2017



50-jähriges Treffen der Abiturienten des Nikolaus Lenau Gymnasiums
1. Juli 2017 in Temeswar




Jahrmarkt im Juli 2017
Begegnungen und Ansichten




Helen und Peter Eichinger
Goldenen Hochzeit 2017






Vatertag 2017



Muttertag 2017





Ostern 2017









Bundesvorstandswahlen der Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V.



Deportation 1945 - 2017



Winterlandschaft in ganz Deutschland



Heilig Dreikönig



Eisenbahn-Romantik
Bahnraritäten im Banat



Silvester und Neujahr in der alten Heimat



- 2011 --- 2012 --- 2013 --- 2014 --- 2015 -



- 2006 --- 2007 --- 2008 --- 2009 --- 2010 -



Tulpen

Ergänzung der Spenderliste für die Jahrmarkter Kirche

Junc Nikolaus und Renate, 100 Euro
Bild Josef und Hedwig, 50 Euro
Katharina Scheuer, 100 Euro (Im Auftrag von Joe Maurer aus Marblehead, USA.
Zum Gedenken an meinen Großvater, ausgewandert 1906.)

Ruttner Rita und Johann, 50 Euro
Kelter Athanasius und Ger., 50 Euro
Ladislaus Szekeres Marg., 50 Euro
Schmidt Magdalena, 25 Euro


Das Spendenkonto:
HOG Jahrmarkt
Volksbank Reutlingen
IBAN: DE57 6409 0100 0422 8190 00
BIC: VBRTDE6R
Vermerk: Spende Kirche

Spenden für die Kirchenrenovierung

Tulpen